
Einschaltstrom bei LED – Ursachen, Risiken und Systembewertung in Gruppeninstallationen
LED-Leuchten zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz und geringe Dauerleistungsaufnahme aus. In professionellen Installationen kann es dennoch zu unerwarteten Problemen kommen, wenn mehrere LED-Systeme gleichzeitig eingeschaltet werden.
Ursache ist der sogenannte Einschaltstrom (Inrush Current) – eine sehr kurze, aber teilweise hohe Stromspitze beim Einschalten. Diese entsteht insbesondere durch das Ladeverhalten von Kondensatoren im LED-Treiber.
Im B2B-Umfeld kann dies zu folgenden Effekten führen:
- Auslösen von Leitungsschutzschaltern
- Verschweißen oder vorzeitiger Verschleiß von Relaiskontakten
- Ausfall von Bewegungsmeldern oder Steuergeräten
- Instabile Gruppeninstallationen
Entscheidend ist dabei:
Die Dauerleistung in Watt sagt nichts über die Höhe des Einschaltstroms aus.
Mehrere parallel geschaltete LED-Leuchten können kurzzeitig sehr hohe Stromspitzen erzeugen – auch wenn die Gesamtleistung gering erscheint.
Diese Seite erläutert die technischen Grundlagen, typische Fehlerbilder und geeignete Maßnahmen zur sicheren Auslegung von LED-Gruppeninstallationen im professionellen Einsatz.



